Gußkühler

Beschreibung

Der Gusskühler hat die Aufgabe den zuvor von Sand befreiten Guss von ca. 500 – 650 °C auf kleiner 100°C zu kühlen. Damit wird ermöglicht, dass Gussteile direkt in der nachgeschalteten Strahlanlage bearbeitet werden können. Die Fördertechnik basiert hierbei auf der Technik der Resonanzförderrinnen. Diese werden in der Regel mit Schwingungsabsorbern ausgeführt werden und geschraubten, mitschwingenden Hauben ausgeführt. Im Gegenstromverfahren wird Luft, erzeugt durch einen Ventilator, eingeblasen. Der kanalförmige Aufbau der Resonanzrinne dient der Luftführung. Durch den Strömungskanal wird ein entgegen der Gussteilförderrichtung gerichteter kräftiger Kühlluftstrom geführt, der die Gussteile herunterkühlt. Der Kühlvorgang kann je nach Anwendungsfall von einer temperaturgeregelten Wasserbedüsung unterstützt werden.

Je nach Gussmodul (Verhältnis Gussvolumen/Gussoberfläche) wird eine Verweilzeit für das Gusssortiment bestimmt und über eine Steuerung die Fördergeschwindigkeit des Kühlers geregelt.

Die Vorteile eines Gusskühlers im Gegensatz zu der herkömmlichen Kühlung mittels freier Konvektion ohne aktive Luftzufuhr sind:

  • Deutlich stärkere Abkühlung bei gegebenem Durchsatz und Temperaturdifferenz
  • Kürzere Förderstrecken
  • Minimierung der Schnittstellen und dadurch Reduzierung des Gussteilehandlings
  • Reduzierte Belegung von Produktionsfläche durch abkühlende Gussteile
  • Weniger Gefahrenstellen durch Einhausung
  • Kompakte Anlage

Technik

  • Länge der Einzelmaschinen bis zu 60 m
  • Breite von 500 bis 3.200 mm

Merkmale

  • Produktschonender Transport von Gussteilen durch Gleitförderung im Niedrigfrequenzbereich
  • Geringer Verschleiß
  • Einfacher Transport durch Zerlegbarkeit der Maschinenteile
  • Kurzer Montage- und Inbetriebnahmeaufwand
  • Weitgehende Vermeidung dynamischer Fundament-Belastungen durch Schwingungsabsorber

Anwendung

Formballen werden nach dem Abguss von der Formanlage in einer bestimmen Taktzeit auf die vorgeschalteten Trennrinnen geschoben, dort werden Guss und Sand voneinander getrennt. Von der Trennrinne gelangen die Gussteile auf den Gusskühler, wo diese dann auf kleiner 100°C, oder eine andere gewünschte Temperatur, je nach Anforderung des nachfolgenden Prozesses, gekühlt werden. Durch den kontinuierlichen und schonenden Gusstransport gelangen diese unversehrt in die nachgeschaltete Strahlanlage, wo dann die Oberfläche von Verschmutzungen befreit werden.

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